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Artikeldatum: 2006-11-07 | Autor: Kevin Arnoldt | Aufrufe: 2287 | Kategorie:

 

Seriöse / unseriöse Stellenangebote

Seriöse Stellenangebote sind heutzutage schon etwas selten geworden, fast wie ein Treffer im Lotto.
Beim Stöbern in der Tagespresse findet man im Stellenmarkt immer häufiger Stellenanzeigen, die beginnen mit “Verdienen Sie nebenberuflich bis zu 2000.-€, hauptberuflich 10.000.-€ im Monat möglich”, “Fahrer Beifahrer gesucht - wöchentliche Auszahlung” etc.
Voller Hoffnung setzt man sich mit der angegebenen Arbeitgeberadresse in Verbindung und stellt fest, dass es sich durchweg um Angebote handelt, die nur mit Gewerbeschein (also als Selbständiger) ausgeübt werden dürfen oder die eine Lohnzahlung in Taschengeldhöhe zur Folge haben.
Schlimmer noch ist letztere der o.a. Stellenanzeigen, denn hierbei handelt es sich um einen Job bei einer sogenannten Drückerkolonne , die Arbeitsbedingungen ähneln einen Sklavendasein. Alles in allem bewegen sich die angebotenen Stellen etwa in einen Verhältnis von 10:1 (unseriöse Anzeigen : seriöse Anzeigen) Auch Arbeitsagenturen sind nicht vor windigen Angeboten geschützt. Da wird ein Raum von einem Unternehmen angemietet, wo sich Arbeitslose vorzustellen haben und der hoffnungsvolle Arbeitsuchende muß feststellen, dass er eigentlich Staubsauger an der Haustür verkaufen soll, und zwar eine gehörige Anzahl. Erst nach dem Klinkenputzen kommt er in den Genuss eines angestellten (?) Telefonverkäufers.
Der gewitzte Stellensucher wird nach dieser Odyssee durch den Stellenmarkt nachdenklich und stellt nun selbst ein Stellengesuch ein. In freudiger Erwartung öffnet er die eingegangenen Zuschriften. Beim Lesen wird jedoch sein Gesicht länger und länger, die Angebote sind fast mit den Stellenmarkt identisch.
Also probiert er jetzt etwas ganz anderes. Er schaltet seinen PC ein und forscht per Internet nach Arbeit. Das erspart ihm Zeit und Wege, hier kann er gezielt nach Angeboten suchen. Die “windigen Anbieter” sortiert, bei der Einstellung eines Stellenangebotes, der Betreiber des Stellenportales oder der Suchende mit einen Klick aus. Erstaunt stellt er fest, dass er hier auch ganz preiswert, meist kostenlos, sein Stellengesuch einstellen kann, zu jeder Tageszeit. Ja sein in der Gehaltsvorstellung angegebenen Betrag kann sogar bei verschiedenen Stellenbörsen durch eine Ersteigerung noch höher ausfallen. Umgekehrt kann er sich dort auch eine Stelle ersteigern, wenn er den angebotenen Lohn bis auf ein ihm angemessenes Lohnniveau unterbietet.
Angebote für Selbständige müssen nicht erst ausgesiebt werden, sie befinden sich auf anderen Seiten. Noch Wünsche offen? Ja nämlich der Wunsch, dass in der Presse die Auftragsangebote auch als solche gekennzeichnet sind und nicht im Stellenmarkt landen.

 
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