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Startseite > Artikel > Leitzins Teil 2

Artikeldatum: 2011-04-27 | Autor: Antonia Diskreta | Aufrufe: 4383 | Kategorie: Finanzen und Versicherungen

 

Leitzins Teil 2

Banken und Bankverbände begrüßen den Schritt der Zinserhöhung. Auch Ökonomen verstehen dies als richtiges Signal. Gewerkschaften dagegen stehen der Leitzinserhöhung kritisch gegenüber. Die Zinserhöhung stellt nämlich eine Belastung von Wachstum, Staatsfinanzen und Beschäftigung dar, was weitere Ausgabenkürzungen insbesondere in den Krisenländern der Europäischen Union nach sich zieht.

Insgesamt wird in Deutschland der Schritt der Europäischen Zentralbank allerdings als positiv bewertet. Die Leitzinserhöhung wird als wichtiges Signal an den Verbraucher angesehen. Die Europäische Zentralbank tritt als unabhängige Bank auf und vertritt nicht die Interessen der Politik. Sie bemüht sich darum das oberste Ziel immer im Auge zu behalten und dies ist die Preisstabilität in Europa. Dieser Kurs wird konstant beibehalten, sodass der Verbraucher in der Europäischen Zentralbank eine verlässliche Konstante hat. Und das ist extrem wichtig in Zeiten der starken Verunsicherung. Renten, Lebensversicherungen und Spareinlagen bleiben stabil und auch die Kredite für die Unternehmen und Wirtschaft werden nicht steigen, zumindest nicht spürbar. Das höchste Gut in der Europäischen Union ist und bleibt die Stabilität des Euros, die Absicherung der Spareinlagen und somit auch das Vertrauen der Bevölkerung. Anstatt auf höhere Inflationsraten zu spekulieren, um die eigenen Schulden schnell wieder loszuwerden, konzentriert sich die Politik der Euro-Länder darauf, ihre Finanzen wieder in Ordnung zu bringen. Alles andere würde den Euro nur schwächen und somit Spekulationen an den Finanzmärkten verstärken. Und dies würde dazu führen, dass die Euro-Länder nicht eigenverantwortlich handeln.

Stärker betroffen durch die Leitzinserhöhung werden die Verbraucher der Südländer sein. Da in diesen Ländern die Immobilienkredite in der Regel nur eine Laufzeit von zwölf Monaten haben, schlägt sich hier eine Leitzinserhöhung in eine Verteuerung der Baukredite nieder. Ein weiteres Problem dieser Länder ist die hohe Arbeitslosigkeit. Diese führt hier ohnehin zu Zahlungsproblemen und belastet die Banken sehr. Betrachtet man sich das Land Portugal als Beispiel, so fürchtet das Land Einbußen beim Wachstum, da hier die Arbeitslosenquote bei 11,2 Prozent liegt. Da Portugal die hohen Zinsen auf dem Kapitalmarkt von rund neun Prozent nicht mehr leisten konnte, beantragte es Finanzhilfen bei der Europäischen Union. Im Raum standen Hilfen in Höhe von 70 bis 90 Milliarden Euro. Die Zusicherung der Hilfe würde die Lage an den europäischen Finanzmärkten merklich entspannen. Darum wird der Schritt Portugals auch von Bundesfinanzminister Schäuble befürwortet.

Kritiker halten allerdings dagegen, dass Finanzhilfen für einzelne Länder keine dauerhafte Lösung der Probleme am Finanzmarkt darstellen. Schließlich brauchen Krisenländer auch genügend Zeit, um die verschiedenen Sparprogramme auch umzusetzen und zum Laufen zu bringen. Eine Lösung dieser Problematik könnte darin bestehen, dass die Euro-Länder gemeinsam Geld am Kapitalmarkt aufnehmen und an die einzelnen Länderhaushalte verteilen. Diese sogenannten Euro-Anleihen oder Staatsanleihen machen den europäischen Markt für Investoren berechenbarer und liquider.

Die Frage unter den Experten ist, ob die Euro-Anleihen tatsächlich eine dauerhafte Lösung darstellen oder ob damit die Schuldenlast nicht einfach nur anders verteilt wird. Es wird befürchtet, dass mit den Anleihen die Sparprogramme, die von den Ländern angestrebt werden, negativ beeinflusst werden. Und gerade diese Sparprogramme sollten ganz klar das oberste Ziel bleiben. Nach Griechenland, Irland und Portugal richten sich nun alle Augen auf Spanien und warten darauf, dass Spanien als viertes Land der Europäischen Union Schutz unter dem Finanzschirm der Europäischen Union sucht. Spanien selbst erklärt seinen Haushalt allerdings als stabil und dementiert die Gerüchte.


Leitzins Teil 1


 
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