|
Sind Kinderwagen giftig?
Vor kurzer Zeit hat Stiftung Warentest mehrere Kinderwagen Hersteller getestet. Für die meisten dieser Hersteller lautete das Ergebnis leider „Mangelhaft“. Woran liegt es, dass bei der Produktion von Kinderwagen gefuscht wird? Bei diesem Test wurden 14 Kinderwagen von namenhaften Herstellern, wie Bugaboo, Teutonia, Quinny und Hauck, auf Sicherheit, kindergerechte Gestaltung und Schadstoffgehalt geprüft. Die Ergebnisse besagen, dass keiner der getesteten Kinderwagen schadstofffrei sind. Die krebserregenden und Genmaterial verändernden Schadstoffe sind für die Herstellung technisch betrachtet nicht notwendig. Resultierend hieße dies, dass die Kinderwagen Industrie diese giftigen Nebenverbindungen einfach „übersehen“ hat und noch immer übersieht. Sogar für die Produktion von Puppenkinderwagen existieren Richtlinien in Bezug auf Phthalate, an die sich die Spielzeughersteller halten müssen. Dem entsprechend sind Puppenkinderwagen schadstoffärmer als normale Kinderwagen. Die Giftstoffe lauern in Griffen, Bezügen, Gurten und in Regenhauben. Kinder sind ständig in Kontakt mit den krebserregenden Stoffen und nehmen diese über Haut und Mund auf. Sie können zu Hautreizungen und Hornhautproblemen führen. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK, ist einer dieser Kinderwagen-Gifte. Es ist nachgewiesen karzinogen und besitzt die Fähigkeit die DNA zu verändern. PAK werden auch in der Automobil Reifenproduktion eingesetzt. Ab Januar 2010 wird ein Grenzwert, der bei Kinderwagen noch nicht existiert, in der Reifenproduktion eingeführt. Ein weiterer Stoff ist Phthalat, ebenso karzinogen, wirkt dieser Stoff wie ein Hormon und steht unter Verdacht zu Unfruchtbarkeit und Diabetes zu führen. Dieser Test sollte als ein Weckruf an die Industrie wahrgenommen werden. Und sie dazu bringen ihre Produktion und Technik umzustellen. Oder sollten Mütter künftig ihre Kinder doch in Puppenkinderwagen unterbringen?
[TOP]
|