|
Therapeutisch arbeiten als Heilpraktiker für Psychotherapie
Menschen, die psychotherapeutisch arbeiten möchten, haben in Deutschland drei Möglichkeiten: Sie können ein umfangreiches Medizinstudium und anschließend eine mehrjährige Fachausbildung absolvieren; sie können mehrere Jahre Psychologie studieren und anschließend eine Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten durchführen oder sie können als Heilpraktiker für Psychotherapie eine Praxis eröffnen.
Die Möglichkeit, als Heilpraktiker für Psychotherapie zu arbeiten hat der Gesetzesgeber geschaffen, um auch Menschen, die nicht Psychologie oder Medizin studiert haben, die psychotherapeutische Tätigkeit zu gestatten.
Bevor jedoch jemand, der vielleicht bereits im Bereich von NLP und Coaching arbeitet, als Psychotherapeut HP zugelassen wird und die Erlaubnis als Heilpraktiker Psychotherapie erhält, muss er eine Überprüfung seines Wissens beim Gesundheitsamt durch den Amtsarzt vornehmen lassen. Dort wird festgestellt, ob er die notwendigen Fachkenntnisse und die körperliche und geistige Eignung für diese verantwortungsvolle Tätigkeit besitzt. Er sollte sich mit psychischen und neurologischen Störungen auskennen und er sollte diagnostisches und pharmakologisches Wissen besitzen. Zum Beispiel sollte er wissen, welche Arten von Angststörungen es gibt, woran man eine Posttraumatische Belastungsstörung erkennt, wie man diese behandelt und welche Komplikationen dabei auftreten können.
Zusätzlich sollte er sich in einem Therapieverfahren gut auskennen. Die Vielfalt an möglichen Ausbildungen ist groß von NLPt, Gestalttherapie, Familientherapie bis zur lösungsorientierten Kurzzeittherapie, um nur eine kleine Auswahl zu nennen.
Durch die Zulassung ist der Heilpraktiker für Psychotherapie rechtlich geschützt und kann u.a. Depressionen, Burnout, Angststörungen und Schlafstörungen behandeln.
[TOP]
|