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Jamaika – Insel der Piraten
Das Thema Piraten ist in den letzten Jahren wieder stark im kommen, Hollywood dreht äußerst erfolgreiche Filme, im Disneyland ist ein ganzer Themenpark den Piraten gewidmet. So spektakulär wie im Fernsehen und Kino geschildert war die Geschichte dann doch nicht, das Leben auf See war sehr hart, Jamaika war die Anlaufstelle der Piraten. Port Royal war der Hafen der Piraten, Freibeuter wie Captain Henry Morgan liefen diesen Hafen regelmäßig mit reicher Beute an. Bei den spanischen Machthabern war noch Spanish Town die Hauptstadt, nach der Eroberung der Insel durch die Engländer wurde Port Royal die neue Hauptstadt. Die Blütezeit der Hafenstadt und neu gegründeten Hauptstadt war leider sehr kurz. Die Stadt war auf einer Landzunge vor Kingston gebaut, auf sandigem Untergrund. Ein schweres Erdbeben 1692 zerstörte die Stadt, durch die Erdstöße wurde der Untergrund einfach weggeschwemmt, die Stadt wurde komplett zerstört. Sie war berüchtigt für die Sittenlosigkeit und die sehr lockere Moral. Die Piraten hatten es vor allem auf Spanische Handelsschiffe abgesehen, die vom Panamakanal Richtung Heimat nach Europa segelten. Die Schiffe waren voll Beladen mit wertvollen Bodenschätzen und Handelswaren. Port Royal stieg so zu einer der reichsten Städte der Welt auf. Die Englischen Kolonialherren hatten natürlich nichts gegen die Überfälle einzuwenden, Spanien war ja der Erzfeind in der neuen Welt. Heute ist Port Royal ein Fischerdorf mit vielleicht 2.000 Einwohnern. Heute werden hier Tauchgänge angeboten, die Stadt ist ja direkt ins Meer gerutscht. Es wurden schon Spezialfirmen beauftragt die Schätze der Piraten zu heben. Wer möchte kann so zum Schatzsucher vor Kingston werden und die Goldschätze am Meeresgrund suchen. Jamaika ist heute sehr beliebt bei den Touristen wegen des ganzjährigen schönen Wetter, den schönen Stränden und den wunderbaren Kolonialbaustil der noch in vielen Altstädten erhalten ist.
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