|
Das Übel an der Wurzel gepackt – Haartransplantationen gegen Glatze
Etwa 20 Millionen Bundesbürger sind von Haarausfall betroffen – das ist fast jeder Vierte! Und doch sind die Menschen, auf deren Kopf die Haare weniger werden, meist alles andere als glücklich darüber, schließlich entspricht eine Glatze nicht gerade dem gängigen Schönheitsideal.
Verschiedene Ursachen kommen in Betracht, die alle verschiedene Behandlungsmöglichkeiten erfordern. Manchmal, so zum Beispiel beim kreisrunden Haarausfall oder nach der Einnahme bestimmter Medikamente, wachsen die Haare von selbst wieder nach. Oft aber, so bei Operationswunden, bleiben die Stellen kahl.
Weniger statt mehr Haare werden es auch, wenn erblich bedingter Haarausfall vorliegt. Dafür ist der Testosteron-Ableger DHT verantwortlich. Darauf reagieren die Haarwurzeln bei vielen Menschen, vor allem Männern, empfindlich, und stellen die Produktion von neuem Haar gänzlich ein.
Wenn unklar ist, was am Haarausfall schuld ist, hilft ein Hautarzt mit einer genauen Diagnose weiter.
Beim erblich bedingten Haarausfall (alopecia androgenetica) fallen die Haare zum Glück nicht überall gleichmäßig aus, so dass eine Entnahme von Haarwurzeln für eine Haartransplantation möglich ist. Dabei werden die Wurzeln vom Hinterkopf in die betroffenen Areale versetzt. Modernste Methoden stechen einzelne Haarwurzelgruppen aus der Kopfhaut heraus, was sehr aufwändig ist. Verbreiteter ist die Strip-Technik, bei der Streifen der Kopfhaut entnommen und unter dem Mikroskop in geeignete Teilstücke zerlegt werden.
Der große Vorteil einer Eigenhaartransplantation ist, dass die Haarwurzeln an der neuen Stelle wesentlich besser angenommen werden, als die bei fremdem oder gar Kunsthaar der Fall ist. Wenn die Haare einmal wieder wachsen, hält dies ein Leben lang an. Andere Verfahren zur Bekämpfung von Haarausfall hingegen setzen auf Medikamente oder Hormone, die über viele Jahre hinweg eingenommen werden müssen.
[TOP]
|