|
Religion - Stütze oder Opium?
Ein berühmter Chinese sagte einmal „Religion ist Opium für das Volk“.
Damals eine Beleidigung für den zu Besuch befindlichen Dalai Lama, dem damit alle Hoffnungen auf eine Friedliche Lösung des Konfliktes mit China genommen wurden.
Religion ist jedoch mehr als eine betäubende Droge. Sie ist einerseits eine Stütze für Menschen, die sich in Not befinden, aber andererseits kann sie auch zu einer Scheuklappe gegenüber Bedürfnissen Anderer führen, sei es durch Glaubenskriege, wie sie die Christenheit und auch der Islam zur Genüge ausgetragen hat und noch austrägt, oder durch Pseudoreligiöse Sekten, die ihre eigen Religion als das einzig Wahre ansehen und jede andere Religion mit dem Teufel gleichsetzen. Leider gibt es sehr viele solcher verblendeten Menschen, die den Pfad der Realität verlassen haben und sich in den Schoß von Menschen begeben, die ihnen die Arbeit abnehmen, sich eine eigene Meinung zu bilden.
Das Internet ist voll von Seiten, die beide Aspekte beleuchten. Christliche Seiten, die den Menschen Gott sachlich näher bringen wollen, islamische Seiten, die dem Volk den Koran sachlich näher bringen wollen und viele Seiten über fernöstliche Religionen und Philosophien, wie Hinduismus, Buddhismus und Taoismus, die Dinge beleuchten, vor denen sich die christliche Welt gerne verschließt. Jedoch ist das Internet auch voller Seiten, von Menschen mit kruder Phantasie und menschenverachtenden Ansichten, die ihre Religion dazu missbrauchen, um andere Menschen und Religion zu diskreditieren oder gar zu bekämpfen.
Jedoch sollte man sich, gleich welcher Religion man angehört, vor Augen halten:
Den Gott, den alle Religionen verehren und anbeten ist stets der Gleiche! Nur trägt er in jeder Religion einen anderen Namen. Würden das die Querdenker und Fundamentalisten aller Lager endlich beherzigen, würde es weit weniger Unheil und Not auf der Welt geben.
Nächstenliebe ist keine christliche Erfindung, sie ist der Grundstein zum Menschsein, seit Anbeginn der Zeit. Nur wenige nehmen dies jedoch ernst und so verstecken sich viele angeblich Gläubige hinter dem Aspekt, dass IHRE Religion etwas Gutes ist und wenn man sie ausübt, bzw. so tut als übe man sie aus, gleichsam etwas Gutes damit tut.
Es reicht jedoch nicht, die Bibel auf dem Nachtisch zu haben, oder den Koran auf dem Bettlaken. Es reicht auch nicht, wenn man weiß, was darin steht. Man muss es auch so leben, wie es dort vorgeschlagen ist um behaupten zu können, der entsprechenden Religion anzugehören. Wer den Inhalt dieser Bücher zu seinen eigenen Nutzen auslegt und interpretiert, hat sich bereits von seiner Religion entfernt und kann nicht mehr behaupten, sie auszuüben.
Religion ist also vor allem etwas, auf das der Mensch sich stützen kann, wenn ihm alles andere versagt bleibt und in der Not sind alle Menschen gleich!
[TOP]
|