Energieberatung wird nach den Richtlinien des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) bundesweit angeboten. In Hamburg gibt es darüber hinaus den s.g. Hamburger Energiepass. Gemeinsamkeiten: - Zunächst erfolgt ein Vor-Ort-Termin. Anhand vorhandener Planunterlagen wird mit dem Hausbesitzer bzw. den Mietern das Gebäude begangen, der bauphysikalische Ist-Zustand analysiert, bereits vorgenommene Teilsanierungsmaßnahmen bewertet sowie subjektiv empfundene oder objektiv vorhandene Mängel diskutiert.
- Die anschließende ingenieurmäßige Analyse des Gebäude-Zustandes erfolgt mittels eines speziellen Computerprogramms. Alle Bauteile von der Kellersohle über Wände und Fenster bis hin zum Dach sowie die Anlagentechnik werden quantitativ und qualitativ erfasst. Unterschiede: - Während der Hamburger Energiepass in der Regel nur ein Sanierungskonzept beinhaltet werden nach den Richtlinien des BAFA mehrere alternative Einzelmaßnahmen entwickelt und im Anschluss zu Maßnahmenpaketen zusammengefasst.
- Ein weiterer Unterschied der Energieberatung ist die Tiefe der Untersuchung. So verweist der Hamburger Energiepass z.B. lediglich auf Standard-Einheitspreise der Maßnahmen, während im BAFA-Vor-Ort-Beratungsbericht konkrete Kosten und Amortisationsabschätzungen ermittelt werden.
- Alle Ergebnisse werden in einem Energieberatungsbericht zusammengefasst. Der Vor-Ort-Bericht wird jedoch vom Berater frei verfasst und nach einer Prüfung durch das BAFA vom Berater während eines weiteren persönlichen Erläuterungsgesprächs übergeben. Der Hamburger Energiepass hingegen wird nach einem festen Layout durch die Behörde erstellt und übersandt.